Ratsinformation der Stadt Wesel

Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Sachstandsbericht der Kulturbeauftragten
- mündlicher Bericht -

BezeichnungInhalt
Sitzung:16.09.2015   AKS/003/15 
Beschluss:Kenntnis genommen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Frau Kemper macht darauf aufmerksam, dass die Internetseite zum Stadtjubiläum „Wesel775.de“ seit dem vergangen Wochenende aktiviert ist.

 

Durch eine Kooperation mit der Stadt Wesel (Museum Schill-Kasematte) wird dem Preußen-Museum, dessen eigenes Gebäude derzeit saniert wird, die Möglichkeit geboten, sich dennoch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dadurch gewann auch die Schill-Kasematte bereits überregionale Aufmerksamkeit, wie zum Beispiel durch eine Sendung des WDR. Nach der Sanierung des Preußen-Museums wird auf Kosten des Preußen-Museums die Schill-Kasematte in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

 

Die Verbands-Sparkasse hat zugesagt, 1.000 Euro für die Restaurierung des Kreuzes am Mahnmal für das Kriegsgefangenenlager in Büderich zur Verfügung zu stellen. Frau Kemper wird gemeinsam mit Herrn Schmitz das weitere Vorgehen und die eingeholten Angebote besprechen.

 

Herr Köhler bittet um einen aktuellen Sachstand zu den Feuchtigkeitsschäden in der Festungsabteilung.

Der ist laut Frau Kemper nicht möglich, da die Feuchtigkeitsmessungen noch andauern.

 

Zuletzt am 21. August wurden bei einer Ortsbegehung die vom Seniorenbeirat vorgeschlagenen Standorte für das „Stadtmodell in Bronze“ besichtigt. Die Standorte vor dem Kaufhof sowie auf dem Großen Markt werden auf Förderungsunschädlichkeit, Sondernutzungsverordnung sowie Erbbaurechte der Tiefgarage mit der Feuerwehr, den Marktbeschickern und den Planern der Fußgängerzone geprüft. Diese Prüfung ist noch nicht abgeschlossen. Frau Kemper geht davon aus, dass die Ergebnisse bis zu der nächsten Ausschusssitzung feststehen werden.

 

Frau Liman bedauert den spät gestellten Antrag des Seniorenbeirates. Da die Erstellung des Modells nach Auskunft des Künstlers zehn bis zwölf Monate in Anspruch nimmt und die Aufstellung noch im Jubiläumsjahr durchgeführt werden soll, hofft sie auf eine Abstimmung in dieser Sitzung. Erst nach der getroffenen Entscheidung wird sich der Seniorenbeirat um die bereits anvisierten Sponsoren bemühen.

Der Seniorenbeirat hat den Großen Markt als Standortmöglichkeit verworfen und hält an dieser Stelle eine Informationskarte für sinnvoller. Er bevorzugt nun den Standort vor dem Kaufhof. Die Achse Korbmacher-/Kreuzstraße war in historischer Zeit die Trennung zwischen Alt- und Vorstadt. Daher wäre dies ein interessanter Haltepunkt für touristische Führungen. Auch wird an dieser Stelle in der Stadt die höchste Besucherfrequenz gemessen (Stadtinformation etwa 20.000 Besucher pro Jahr, Kaufhof etwa 15.000 Besucher pro Tag). Somit würden hier neben Touristen auch sämtliche Bürger der Stadt angesprochen.

 

Herr Meesters macht deutlich, dass der Antrag nicht Bestandteil der Tagesordnung ist und darum nicht darüber abgestimmt werden kann. Der in der letzten Sitzung beschlossene Bearbeitungsprozess ist noch nicht abgeschlossen, da einige Stellungnahmen noch nicht vorliegen.

 

Einige Ausschussmitglieder sprechen sich dafür aus, den Auftrag an den Künstler zu erteilen, da sich auf die Erstellung des Stadtmodells bereits geeinigt wurde. Den Standort wolle man später festlegen.

 

Herr Berns beantragt, zunächst die grundsätzliche Aufstellung des Stadtmodells expressis verbis zu beschließen

Er bittet, die Standortentscheidung direkt an den Rat zu delegieren, der 14 Tage vor der nächsten AKS-Sitzung tagt.

Zugleich macht er darauf aufmerksam, dass Sponsoren ihren Namen an dem Modell erwarten und darum einen viel frequentierten Standort bevorzugen werden.

 

Herr Hillefeld hält eine Auftragsvergabe vor Standortbestimmung für falsch, da nicht sicher sei, dass ein Standort gefunden werde.

 

Herr Kunstleben erinnert daran, dass der Vorschlag, ein Stadtmodell aus Bronze aufzustellen, aufgrund der hohen Kosten bei der Ideenbörse nicht berücksichtigt werden konnte.

Sowohl der Große Markt als auch die Fußgängerzone sind unter Investitionen erheblicher Förderungen entstanden. Ob die Aufstellung eines Stadtmodells an einem dieser Orte förderschädlich ist, sei nicht einfach zu klären. Sämtliche Fragen müssen zuerst geklärt sein. Da von Sponsoren unter Umständen vier- bis fünfstellige Summen erbeten werden, wäre es sinnvoll, über die Gestaltung und den Standort berichten zu können.

Er bittet den Seniorenbeirat, für die nächste Ausschusssitzung Informationen zu erstellen. Darin sollten – nach Absprache mit dem Künstler – das Aussehen, die Größe und das Gewicht des Modells sowie mögliche Standorte in Form eines Bildes oder einer Abmessung dargestellt sein.

Herr Kunstleben schlägt vor, den Vorgang in folgenden Beratungsgang zu geben: 20.11. Gestaltungsbeirat, 26.11. Ausschuss für Kultur und Stadtmarketing, 09.12. Ausschuss für Stadtentwicklung, 15.12. Rat.

 

Frau Liman erläutert auf Anfrage, den genauen Standort vor dem Kaufhof. Sie gibt zur Kenntnis, dass sich der Seniorenbeirat derzeit auf diesen Platz festgelegt hat. Auch von Seiten potentieller Sponsoren sei dieser Standort favorisiert worden.

 

Herr Linz schlägt vor, nach einer Einigung zwischen Verwaltung und Seniorenbeirat und der Abklärung sämtlicher Fragen einen Eilbeschluss des Rates zu beantragen, welchen der Ausschuss – sofern alle damit einverstanden sind – anschließend zur Kenntnis nimmt.

 

Herr Kunstleben kann die Eilbedürftigkeit nachvollziehen. Er macht jedoch darauf aufmerksam, dass das Stadtmodell nach Aufstellung nicht mehr demontierbar ist. Vor dem Hintergrund der über Jahre hinweg mühsam errungenen Entscheidungen zur Gestaltung der Fußgängerzone sowie des Großes Marktes fragt er daher, ob man sich der Möglichkeit einer Beratung und gegebenenfalls Inanspruchnahme des Gestaltungsbeirates sowie anderer Ausschüsse durch einen formal möglichen Eilbeschluss berauben möchte

 

Nach Meinung von Herrn Meesters sollten sich zunächst die Verwaltung und der Seniorenbeirat nach Vorliegen sämtlicher Fakten austauschen. Sobald eine Einigung vorliegt, könnte die Fraktionsvorsitzendenrunde die weitere Vorgehensweise beraten.

Herr Brocker berichtet über den eingeführten Abreißstadtplan. Die 80.000 gedruckten Exemplare werden derzeit in den Ferienwohnungen und Hotels verteilt und liegen in der Stadtinformation aus.

 

Innerhalb des EU-Projekts „Cosme“ haben sich die Hansestädte entlang der Ijssel und des Rheins zusammengetan und über Pauschalangebote nachgedacht, mit denen „Bestager“ in unsere Städte gelockt werden können. Dabei wollen alle beteiligten Städte gegenseitig aufeinander aufmerksam machen. Seit September finden die ersten Gespräche hierzu statt. Da dieses EU-Projekt aus mindestens fünf Regionen bestehen muss, nehmen auch Vertreter aus den Niederlanden, Litauen, Lettland und Schweden teil. Das Projektvolumen von 300.000 Euro wird auf alle beteiligten Regionen aufgeteilt. Ergebnisse dazu werden Ende 2016 erwartet.

 

Mit den Beherbergungsbetrieben, welche die Radsaison beendet haben, wurden weitere touristische Anzeigen, Radrouten und dergleichen für die nächsten zwei Jahre besprochen. Insbesondere durch den Zustrom an Fahrradtouristen auf der Römer-Lippe-Route – können immer leichter Gastronomiebetriebe und Unterkünfte gewonnen werden.

 

Zudem weist Herr Brocker auf die Kinder-/Kulturnacht hin, welche ebenso am kommenden Wochenende stattfinden wird wie der Tuch- und Stoffmarkt. Darüber hinaus ist die Stadt Wesel an dem Wochenende auch bei dem Hansefest der Stadt Neuss vertreten.

 

Für das Stadtjubiläum werden 775 Gesichter gesucht. Herr Brocker macht darauf aufmerksam, dass beim kommenden Hansefest wieder Gelegenheit ist, sich für diese Aktion – sofern noch nicht geschehen – fotografieren zu lassen.

 

Zum verkaufsoffenen Sonntag des Hansefestes Ende Oktober ist es geplant, die Zahl 775 als Menschenlogo auf dem Großen Markt aufzustellen. Dafür werden 200 bis 300 Bürger benötigt, die zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr versuchen wollen, die Zahl nachzustellen.

 

Für den bereits 2014 begonnenen Bildband zum Stadtjubiläum konnten 80 Fotografen gewonnen werden, die Bilder von „ihrem Wesel“ machten. Aus den knapp 2.000 eingereichten Fotos wurden 140 ausgewählt. Der Bildband wird voraussichtlich noch vor Weihnachten 2015 herauskommen.

 

Unter dem Motto „Heimatshoppen“ startete die IHK – mit Unterstützung der Werbegemeinschaft und WeselMarketing – am vergangenen Wochenende eine Aktion, um den Einzelhandel vor Ort zu stärken. Diese erfolgreiche Maßnahme soll gegebenenfalls im kommenden Jahr wiederholt werden.

 

Herr Brocker informiert darüber, dass die Auftaktveranstaltung zum Stadtjubiläum die Verleihung des Konrad-Duden-Journalistenpreises am 9. Januar 2016 sein wird.

 

Im Rahmen von „Ab in die Mitte“ ist die Stadt Wesel unter den drei Gewinnern mit dem Konzept „Online-Schaufenster“, womit der Handel online dargestellt, und der kostenlosen „Zeitfenster-App“, mit der Geschichte auf dem Handy erlebbar gemacht wird. Am 12. November wird entschieden, ob Wesel damit den ersten, zweiten oder dritten Preis gewonnen hat.

 

Der Ausschuss für Kultur und Stadtmarketing nimmt die Ausführungen der Kulturbeauftragten zur Kenntnis.

 

 

 

Anlage

Antrag des Seniorenbeirates zum Standort des Stadtmodells in Bronze vom 13.09.2015