Tagesordnungspunkt

TOP Ö 5: Schaffung einer ständigen Begegnungsmöglichkeit zwischen Bürgern und Flüchtlingen
- Antrag der Fraktion WWW-Piraten vom 11.02.2015 sowie gemeinsamer Antrag der Fraktion WWW-Piraten und der CDU-Fraktion vom 27.04.2015 -

BezeichnungInhalt
Sitzung:02.09.2015   I-Rat/003/15 
Beschluss:Kenntnis genommen
Vorlage:  FB 5/0146/15/1 

 

 

 


Herr Kunstleben informiert, dass die Stadtverwaltung auf die Institutionen zugegangen ist, die sich im Bereich der Begegnung vor Ort bereits engagieren. Die als Anlage 3 beigefügte Übersicht ist ein erstes Ergebnisaus dieser Abfrage. Die Übersicht ist nicht abschließend. Sie wird fortlaufend fortgeschrieben. Jürgen Orts, Leiter des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Wesel, hat per E-Mail ein weiteres Angebot mitgeteilt. Dieses Angebot wird eingearbeitet.

 

Die in Wesel zugewiesenen Personen, aktuell 470 Personen haben diese Übersicht mit ihren  monatlichen Leistungsbescheiden per Post erhalten. Weitere Exemplare liegen im Fachbereich Soziales aus.

 

Zunächst bedankt sich Herr Schramm und merkt dann an, dass diese Liste aus seiner Sicht zeitlich spät gekommen ist. Die Intention des Antrages von Frau Staude und ihm werde seiner Meinung nach, so nicht erfüllt. Eine Begegnungsmöglichkeit sollte niederschwellig sein und keiner Organisation, keiner Konfession angehören. Außer für Kinder und Jugendliche lägen Begegnungsangebote nicht vor.

 

Dez. III, Herr Kunstleben, entgegnet, dass die Stadt eine niederschwellige Begegnungsstätte nicht einrichten könne .Es fehle an personellen, finanziellen und zeitlichen Ressourcen. Herr Kunstleben verweist auf ein vorliegendes kostenloses Angebot des Gemeindezentrums Friedenskirche, das Cafè International. Es wird in die Liste aufgenommen.

 

Zum gemeinsamen Antrag der WWW-Piraten-Fraktion und der CDU stellt Herr Schramm klar, dass nicht die Stadt eine Begegnungsmöglichkeit schaffen solle. Es wäre jedoch zu begrüßen, wenn die Stadt bei der Beschaffung von Räumlichkeiten evtl. Hilfestellung leisten könnte.

 

Frau Staude ergänzt, dass aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation eine große Hilfsbereitschaft in der Weseler Bevölkerung vorhanden ist. Die Facebookgruppe „Vesalia Hospitalis“ wurde gegründet. Viele Ideen für Hilfe und Unterstützung wurden vorgeschlagen. Diese Hilfe sollte gelenkt werden. Frau Staude regt an, Interessierte zu einem Runden Tisch „Flüchtlinge“ einzuladen, um sich auszutauschen und abzustimmen.

 

Herr Marose hält eine zusätzliche Begegnungsstätte nicht für notwendig. Es sei nicht damit getan, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Vielmehr müssten Organisation, Finanzierung, Personal und vieles mehr geregelt werden.

 

Herr Schramm kann sich vorstellen, in der Facebookgruppe verlässliche Personen zu gewinnen, die bereit wären, regelmäßig in einer Begegnungsstätte mitzuarbeiten. Er schlägt vor, die hilfsbereiten Personen aus der Facebookgruppe in weitere Weseler Projekte einzubinden.

 

Frau Hillefeld regt an, dass die Antragsteller ihren Vorschlag selber in die Hand nehmen. Es könnte ein Treffen, wie von Frau Staude vorgeschlagen, vereinbart werden. Sie nehme als Gast gerne teil und sichert ihre Unterstützung zu.

 

Frau Westkamp weist darauf hin, dass in Wesel ca. 470 regulär zugewiesene Menschen leben. Die Flüchtlingshilfe kümmert sich schwerpunktmäßig um diese Personen. Es ist daher genau zu überlegen, was und für wen etwas gemacht werden soll.

 

Herr Schramm nimmt diesen Auftrag gerne an. Wenn eine verlässliche und nachhaltige Möglichkeit der niederschwelligen Begegnung gefunden wird, wird Herr Schramm erneut die Frage nach geeigneten Räumlichkeiten stellen.