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Name:FB 5/1863/11  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:31.05.2011  
Betreff:Einrichtung eines offenen Ganztagsangebotes an der Gemeinschafts-Grundschule Blumenkamp
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschlussvorschlag:

 

1. Der Rat der Stadt Wesel beschließt ab dem Schuljahr 2011/2012 die Einrichtung eines offenen Ganztagsangebotes mit einer Gruppe an der Gemeinschafts-Grundschule Blumenkamp.

 

2. Die Mitfinanzierung durch den Schulträger erfolgt in Form des pro Betreuungsgruppe festgelegten Zuschusses von jährlich 41.000 EUR, der durch den Landeszuschuss von 25.245 EUR und Elternbeiträge von ca. 12.500 EUR teilweise refinanziert werden kann. Die Restkosten für die Stadt betragen 3.255 EUR.

 

3. Die Verwaltung wird beauftragt, die für eine Beantragung der Zuwendung erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen.

 


Sachdarstellung/Begründung:

 

1. Ausgangslage

 

Der Schul- und Sportausschuss hat in Zusammenhang mit der Verabschiedung des Konzeptes zu offenen Ganztagsschulen in Wesel in der Sitzung am 27. Mai 2003 beschlossen, die Einrichtung offener Ganztagsschulen mit den Weseler Grundschulen vorzubereiten und den Ausschuss regelmäßig über den Fortgang zu unterrichten. Ab dem Schuljahr 2005/2006 sind zunächst vier offene Ganztagsgrundschulen für eine Nachmittagsbetreuung mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) bedarfsgerecht ausgebaut worden.

 

In den vergangenen Jahren wurden auch an anderen Grundschulen offene Ganztagsangebote aufgrund von Eltern geäußerter Bedarfe eingerichtet, so dass nun 609 Kinder an 10 Grundschulen und der Ellen-Key-Schule betreut werden (Deckungsquote: 27,1 %).

 

 

2. Situation an der Gemeinschafts-Grundschule Blumenkamp

 

An der Gemeinschafts-Grundschule Blumenkamp gibt es seit mehr als 10 Jahren die Betreuungsmaßnahme  „Schule von acht bis eins“ (Betreuung bis max. 14.00 Uhr), an welcher derzeit 50 Kinder teilnehmen. Träger dieser Maßnahme ist der Förderverein der GGS Blumenkamp.

 

 

3. Veränderung des Bedarfes

 

Anfragen von Eltern nach einer Ausweitung des Betreuungsbedarfes bedingen die Prüfung der Einrichtung eines offenen Ganztagsangebotes an dieser Schule.

 

Eine von der Schule durchgeführte Abfrage unter Eltern der Grundschüler sowie der Kindergartenkinder ergab, dass für 27 Kinder ein Bedarf an Ganztagsplätzen geäußert wurde.

 

Die Schulkonferenz hat sich daher mit Beschluss vom 24.03.2011 für die Einrichtung eines offenen Ganztagsangebotes ausgesprochen.

 

Da alle 50 an der „8-1“-Betreuung teilnehmenden Kinder in diesem offenen Ganztagsangebot nicht untergebracht werden können, muss zusätzlich zu diesem Ganztagsangebot (25 Plätze) die bisherige „8-1“-Betreuung fortgeführt werden, für die der Förderverein einen Landeszuschuss von 8.000 EUR erhält. Ein städtischer Zuschuss wird nicht gezahlt.

 

Es ist Wunsch der Schule, dass der künftige Träger beide Maßnahmen durchführt.

 

Erst nach dem Elternabend am 27.06.2011 werden Ergebnisse hinsichtlich der Trägerschaft und der Finanzierung beider Angebote vorliegen.

 

Nachstehend können daher nur die finanziellen Rahmenbedingungen für das Angebot der offenen Ganztagsgrundschule dargestellt werden.

 

 

4. Finanzierung des offenen Ganztags ab 1.8.2011

 

Das Ganztagsangebot wird mit dem pro Gruppe festgelegten Gesamtbetrag von 41.000 EUR gefördert. Dieser Betrag wird teilweise über einen Landeszuschuss von 25.245 EUR und eingehende Elternbeiträge von 12.500 EUR refinanziert, so dass ein Restbetrag von 3.255 EUR zu finanzieren ist.

 

Die Finanzierung im laufenden Jahr ist sichergestellt, für 2012 wird der zusätzlich benötigte Betrag angemeldet.

 

5. Bauliche Veränderungen

 

Gemeinsam mit der Schule und dem Gebäudeservice sind alle räumlichen Alternativen geprüft worden. Im Bereich der jetzigen Halbtagsbetreuung besteht die Möglichkeit durch Abtrennung eines Flurbereiches zusätzlichen Betreuungsraum zu schaffen sowie zusätzlich die Räume der bestehenden Betreuung miteinander zu verbinden. Damit werden die Betreuungsmöglichkeiten im Obergeschoss, in dem sich außerdem ein Klassenraum und ein Musikraum befinden, dem Bedarf angepasst und entsprechend saniert. Die Maßnahme, die Kosten von rd. 15.000 EUR verursacht, wurde in 2010 veranschlagt und wird in den kommenden Sommerferien umgesetzt.

 

Die aktuellen baulichen Veränderungen sind zwingend erforderlich, um dem Bedarf an Ganztagsplätzen in den nächsten Jahren zu entsprechen, auch wenn die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den nächsten Jahren weiter zurückgeht.

 

Der Schulentwicklungsplan (vgl. TOP 3) führt aus, dass spätestens ab dem Schuljahr 2014/2015 die Bildung einer Eingangsklasse aufgrund zurückgehender Schülerzahlen problematisch wird.

 

Die bisherigen Anmeldezahlen (aktuell sind 35 Kinder zum Schuljahr 2011/12 angemeldet) haben immer, bedingt auch durch Anmeldungen aus Hamminkeln, Flüren und Bislich,  die Bildung von 2 Eingangsklassen zur Folge gehabt.

 

Die zunehmende Konzentration der Schule auf den gemeinsamen Unterricht (GU) für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf hat ebenfalls Einfluss auf die  Entwicklung der Anmeldezahlen gehabt.