BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:FB 2/1907/11  
Art:Vorlage zur Kenntnis  
Datum:27.06.2011  
Betreff:Sicherheit an Weseler Gebäuden: Sicherheits-Check-up der RWE AG
Antrag der CDU-Fraktion vom 24.03.2011
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Antrag der CDU-Fraktion vom 24.03.2011 Dateigrösse: 536 KB Antrag der CDU-Fraktion vom 24.03.2011 536 KB

Sachdarstellung/Begründung zur Kenntnis:

Seit dem Jahr 2005 beschäftigt sich der Fachbereich Gebäudeservice mit dem Thema „Vandalismus- und Einbruchschäden“ an städtischen Schulen.

Seitdem wurde annähernd eine halbe Million Euro in die Verbesserung der Sicherheit an den Schulen investiert; etwa die Hälfte davon für Investitionen: in die Ausweitung der Beleuchtungsanlagen incl. Bewegungsmelder auf den Grundstücken und an den Gebäuden, die Installation moderner Schließsysteme, Alarmanlagen und Videoanlagen

Die andere Hälfte entfiel in den Jahren 2005 bis 2010 auf die Aufschaltung der Video- und Alarmanlagen auf einen Sicherheitsdienst sowie die regelmäßige Bestreifung der Gebäude durch diesen Sicherheitsdienst.

Das Konzept wird vervollständigt durch die Anordnung einer Rufbereitschaft, die von 3 Kollegen (Koordinatoren, Schulhausmeister) wahr genommen wird.

 

Seit 2004 werden die Vandalismus- und Einbruchschäden in der nachfolgenden Statistik festgehalten

 

Der Schadensverlauf durch Einbrüche stellt sich wie folgt dar.

 

Jahr

Schäden durch Einbrüche

Anzahl

Einbrüche

durchschnittlicher Schaden je Einbruch

Erstattung durch Versicherungen

2004

20.651,29 €

14

1.475,09 €

20.651,29 €

2005

61.226,76 €

14

4.373,34 €

57.733,04 €

2006

17.511,62 €

10

1.751,16 €

17.475,83 €

2007

7.231,94 €

9

803,54 €

7.231,94 €

2008

0,00 €

0

0,00 €

0,00 €

2009

5.082,71 €

6

847,12 €

5.082,71 €

2010

9.054,54 €

6

1.509,09€

9.054,54 €

 

Erkennbar ist ein Absinken der Schadenshäufigkeit und Schadenshöhe je Einbruch seit 2005.

 

Differenziert von den Schäden durch Einbrüche sind die Vandalismusschäden zu sehen. Bei der Erfassung wird nicht unterschieden, ob die Schäden von Schülern oder durch Fremde verursacht wurden.

 

Jahr

Schäden durch Vandalismus

Anzahl

Vandalismusschäden

Durchschnitt-licher Schaden

Erstattung durch 

Verursacher

2004

71.646,82 €

149

480,85 €

5.827,00 €

2005

68.068.73 €

191

356,38 €

12.180,02 €

2006

79.198,67 €

192

412,49 €

8.533,94 €

2007

83.399,72 €

198

421,21 €

13.864,35 €

2008

70.460,73 €

103

684,08 €

13.490,47 €

2009

60.185,01 €

109

552,16 €

13.516,20 €

2010

72.018,67 €

91

791,41 €

13.268,71 €

 

Die hier aufgeführten Vandalismusschäden resultieren hauptsächlich aus Glasbruch. Schwierig bleibt nach wie vor die Heranziehung des Verursachers für Regressforderungen.  Sofern der Verursacher bekannt ist, wird selbstverständlich der entstandene Schaden in Rechnung gestellt.

Mit o.a. Antrag weist die CDU die Verwaltung auf ein Angebot des RWE hin, das unter dem Namen „Sicherheits-Ckeck.-up“ die Sicherheitsstandards städtischer Gebäude begutachtet und Vorschläge zur Behebung von Schwachstellen gibt.

 

Der Fachbereich Gebäudeservice hat sich darauf hin mit dem RWE in Verbindung gesetzt und Vorschläge für zu begutachtende Gebäude gemacht.

Neben dem Schulzentrum Nord, der Gesamtschule am Lauerhaas und der Theodor-Heuss-Schule wurde auch das Übergangswohnheim Fluthgrafstraße untersucht.

Gerade im Übergangswohnheim kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Straftaten wie Sachbeschädigungen, Vandalismus und Einbrüchen.

 

Der Standard der Sicherheitsmaßnahmen an den Gebäuden wird als sehr hoch bewertet, trotzdem geben die Gutachter auf 60 Seiten weitere Empfehlungen zur Verbesserung der Situation.

Diese Empfehlungen beinhalten sowohl organisatorische Änderungen als auch technische Maßnahmen wie Einsatz weiterer Videokameras (im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten), Einfriedungen, Veränderungen an der Beleuchtungssituation oder Einstellung von Bewachungspersonal z.B. für Fahrradabstellplätze. Es sind präventive aber auch repressive Maßnahmen.

 

Die Empfehlungen im Überblick:

 

Schulzentrum Nord

Regelmäßiger Grünschnitt

Errichten einer zentralen und bewachten Einheit (z.B. 400 €-Kraft) als Fahrradabstellplatz

Ausweiten des bereits bestehenden Videokonzeptes

Erhellen des Geländes durch zusätzliche Lichtquellen verbunden mit Bewegungsmeldern,

Verbau eines Bewegungsmelderfallensystems und Aufschalten auf eine ständig besetzte Stelle (Sicherheitsdienst)

Einfriedung des gesamten Geländes

Anbringen von Sicherheitsfolien an den Fenstern im Souterrain

 

Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen soll das widerrechtliche Betreten des Geländes und damit auch die Reduzierung der Sachbeschädigungen, starken Verschmutzungen (u.a. Glasbrüche, Graffiti, Vermüllung) und der Fahrraddiebstähle erreicht werden.

 

Theodor-Heuss-Schule

Erarbeitung eines ganzheitlichen Video- und Lichtkonzeptes

Regelmäßiger Grünschnitt

Anbringen von Sicherheitsfolien an den Fenstern im EG-Bereich

 

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen insbesondere zu einer Reduzierung der Gewaltdelikte (Vandalismus) durch die Schüler und Jugendlichen (räumlich integrierter Jugendtreff) führen.

 

Gesamtschule am Lauerhaas

Erhellen des Geländes durch zusätzliche Lichtquellen verbunden mit Bewegungsmeldern,

Erarbeitung eines ganzheitlichen Video- und Lichtkonzeptes

Anbringen von Sicherheitsfolien an den Fenstern im EG-Bereich

Installation von Magnetriegelkontakten an den Türen im EG-Bereich und Aufschaltung auf eine ständig besetzte Stelle (Sicherheitsdienst)

Installation eines Sabotageschutzes an bestimmten Stellen des Stabgitterzaunes mit Aufschaltung auf eine ständig besetzte Stelle

Regelmäßiger Grünschnitt

 

An dieser Schule findet sich ein Querschnitt sämtlicher Jugenddelinquenzen. Das Gelände wird regelmäßig als abendlicher Treffpunkt von den Jugendlichen genutzt. Vermüllung und herum liegende Scherben sind die Folge. Mit den Maßnahmen sollen Verwilderung bzw. Entstehen rechtsfreier Räume verhindert werden.

 

Übergangswohnheim Fluthgrafstraße

Optimierung der vorhandenen Flucht- und Verbindungstüren

Installation einer Videokamera, eines Magnetriegelkontaktes und eines Bewegungsmelderfallensystems sowie Aufschaltung auf eine ständig besetzte Stelle (Sicherheitsdienst)

 

Mit den Maßnahmen soll eine Reduzierung der Straftaten sowohl von Bewohnern als auch von Dritten erreicht werden.

 

Angaben zu den entstehenden Gesamtkosten können erst dann gemacht werden, wenn es zur Erarbeitung der genannten Konzepte kommt.

Einzelkosten:

Kamera ca. 3.000 €

Aufschaltung auf Wachdienst ca. 500 € jährl.

Erweiterung der Beleuchtungsanlagen ca. 200 € je Lichtquelle

Stabgitterzaun 120 € je m²

 

 


Anlage:

Antrag der CDU-Fraktion vom 24.03.2011