BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:FB 5/0146/15/1  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:19.08.2015  
Betreff:Schaffung einer ständigen Begegnungsmöglichkeit zwischen Bürgern und Flüchtlingen
- Antrag der Fraktion WWW-Piraten vom 11.02.2015 sowie gemeinsamer Antrag der Fraktion WWW-Piraten und der CDU-Fraktion vom 27.04.2015 -
Referenzvorlage: FB 5/0146/15
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Vorlage Dateigrösse: 155 KB Vorlage 155 KB
Dokument anzeigen: 1. Antrag WWW-Piraten für Integrationsrat Dateigrösse: 1 MB 1. Antrag WWW-Piraten für Integrationsrat 1 MB
Dokument anzeigen: 2. Gemeinsamer Antrag der Fraktion WWW-Piraten und der CDU-Fraktion vom 27.04.2015 Dateigrösse: 1 MB 2. Gemeinsamer Antrag der Fraktion WWW-Piraten und der CDU-Fraktion vom 27.04.2015 1 MB
Dokument anzeigen: 3. Angebote der Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbände in Wesel Dateigrösse: 1 MB 3. Angebote der Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbände in Wesel 1 MB

Sachdarstellung:

 

1. Antragslage

 

Die Verwaltung hat bereits in der Sitzung des Integrationsrates am 6.5.2015 zu den o. g. Anträgen, die als Anlagen 1 und 2 beigefügt sind, Stellung genommen.

 

Sie hat darauf hingewiesen, dass durch die Besuche der Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen regelmäßig Kontakte zwischen den Kindern aus Flüchtlingsfamilien und Kindern aus Wesel stattfinden. Gleiches trifft hier auch auf die Erziehungsberechtigten zu.

 

Die Möglichkeit einer ständigen Begegnung in der Seniorenbegegnungsstätte wurde von der Verwaltung aus den in der Vorlage zur o. g. Sitzung genannten Gründen nicht befürwortet.

 

Wie festgestellt wurde, gibt es in anderen Kommunen verschiedene Angebote in ähnlicher Form. Auch gibt es in anderen Kommunen Initiativen von ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern, die in Räumen von Kirchen ein oder zweimal monatliche Kaffeetafeln für Flüchtlinge und Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt oder dem Stadtteil organisieren.

 

Alle vorgenannten Angebote erfordern jedoch, dass Mittel für eine entsprechende Finanzierung zur Verfügung stehen.

 

Die Antragstellerin und der Antragsteller haben in der letzten Sitzung des Integrationsrates darauf hingewiesen, dass ihr gemeinsamer Antrag darauf abzielt, dass die Begegnungsmöglichkeiten in einem neutralen Umfeld, d. h. nicht in einer Kirchengemeinde oder bei einem Wohlfahrtsverband stattfinden sollen.

 

Es wurde festgestellt, dass dieser Vorschlag nicht umsetzbar ist. Es war unstrittig, dass dieses Angebot entsprechend vorbereitet und auch personell unterstützt werden muss. Finanzmittel für Betreuung, Bewirtung etc. stehen jedoch nicht zur Verfügung.

 

Unabhängig davon ist der Verwaltung, der Intention der beiden Anträge folgend, wichtig, dass vorhandene und geeignete, jedoch nicht bekannte Angebote in Wesel, die den beiden Anträgen entsprechen, genutzt werden.

 

 

2. Fortgang

 

Die Verwaltung hat im April und Juli 2015 die Weseler Kirchengemeinden und die in Wesel tätigen Wohlfahrtsverbände gebeten, dort bereits vorhandene Angebote, die Begegnungen mit Flüchtlingen und Weseler Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, mitzuteilen.

 

 

3. Sachstand Rückmeldungen

 

Von den drei angeschriebenen Wohlfahrtsverbänden hat das Diakonische Werk im Kirchenkreis Wesel mitgeteilt, dass dort Angebote aufgrund fehlender Räume nicht vorgehalten werden können.

 

Der Caritasverband hat in dem von dort zugesandten Informationsmaterial seine Aktivitäten, insbesondere in der Arbeit mit Flüchtlingen, dargestellt. Entsprechende offene Angebote für Flüchtlinge und Bürgerinnen und Bürger sind in den Kommunen, die die Betreuung der dort lebenden Flüchtlinge an einen Wohlfahrtsverband übertragen haben, vertraglich vereinbart. Umgesetzt wird es entweder in Räumlichkeiten des Wohlfahrtsverbandes oder in von diesem an anderer Stelle angemieteten Räumen.

 

Der Internationale Bund, der die soziale Betreuung der in der Notunterkunft untergebrachten Flüchtlinge übernommen hat, teilt mit, dass es solche Begegnungsmöglichkeiten, außer in den Jugendmigrationsdiensten, derzeit nicht gibt.

Dort wäre perspektivisch denkbar, ein regelmäßiges Treffen unter alltagsthematischen Schwerpunkten (ärztliche Versorgung, Krankenkasseninfos, Rechtsberatung, Schuldnerberatung etc.)  anzubieten. Ein entsprechendes Interesse wäre abzufragen bzw. zu prüfen.

 

Von den in der Evangelischen Allianz Wesel organisierten Kirchengemeinden (Evangelische Stadtmission, Freie Evangelische Gemeinde Fluthgrafstraße, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden Gabainstraße und Julius-Leber-Straße, Evangelische Kirchengemeinde Wesel) gab es konkrete Rückmeldungen von 2 Kirchengemeinden über dort bereits bestehende und geeignete Angebote.

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Wesel (hier: Friedenskirche) plant die Einrichtung eines Café International (Arbeitstitel). Frau Pastorin Kock berichtete, dass das Auftakttreffen mit Ehrenamtlichen aus der Kirchengemeinde und der Vorsitzenden der Flüchtlingshilfe, Frau Hillefeld, am 21.8.2015 stattfinden wird. Frau Kock und Frau Hillefeld werden in der Sitzung des Integrationsrates anwesend sein und entsprechend berichten.

 

Für die Katholische Kirchengemeinde Wesel (hier: Katholische Pfarrei St. Nikolaus) teilt Pastoralreferent Martin Knauer (verantwortlich für die Kooperation mit der Flüchtlingshilfe Wesel) mit, dass mit Mitgliedern der Pfarrei St. Nikolaus drei Ideen als zeitlich befristete Begegnungsmöglichkeiten entwickelt und geplant wurden. Diese Angebote sollen in der 2. Jahreshälfte 2015 beginnen und sind auf die Begegnung mit Flüchtlingen ausgerichtet. Aktuell können von dort derzeit keine konkreten Daten genannt werden.

 

 

4. Erstellung einer Übersicht über bestehende Angebote

   

Die hier bisher eingegangenen Rückmeldungen über bereits bestehende und geeignete Angebote sind der Anlage 3 zu entnehmen.

 

Die Aufstellung soll den in Wesel lebenden und neu ankommenden Flüchtlingen bei  geeigneter Gelegenheit (z. B. mit den Bescheiden über Gewährung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) sowie über die Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt werden.

 

Die Aufstellung wird durch weitere Rückmeldungen von Kirchen und Wohlfahrtsverbänden (siehe Punkt 3) ergänzt bzw. ständig aktualisiert.

 

 

 

Anlagen:

1. Antrag der Fraktion WWW-Piraten vom 11.02.2015

2. Gemeinsamer Antrag der Fraktion WWW-Piraten und der CDU-Fraktion vom 27.04.2015

3. Angebote der Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbände in Wesel als Begegnungsmöglichkeit zwischen Flüchtlingen und der Weseler Bevölkerung