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Name:FB 1/1320/17  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:08.11.2017  
Betreff:777-Jahre-Wesel-Wald
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Anlage: Entwurf 777-Jahre-Wesel-Wald Dateigrösse: 2 MB Anlage: Entwurf 777-Jahre-Wesel-Wald 2 MB

Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss für Stadtentwicklung stimmt einer Erstaufforstung im Jahr 2018 auf Teilflächen des Grundstückes Gemarkung Obrighoven, Flur 1, Flurstück 1855 in der Größe von ca. 17.000 m² in Obrighoven zu.

 


Sachdarstellung/Begründung:

 

Der Anlass für eine Neuaufforstung ist das 777-Jahre-Wesel-Jubiläum, das im Jahr 2018 gefeiert werden kann. Diese Planungsidee wurde bereits in der StEA-Sitzung am 01.03.2017 vorgestellt und positiv aufgenommen.

 

Der Vorschlag entstand bereits im Rahmen der Ideenfindung zum 775-Jahre-Jubiläum der Stadt Wesel aus der Bürgerschaft und hatte das Ziel, in der Stadt einen Erinnerungsort zu schaffen. Die insbesondere rechtlich zu beachtenden Rahmenbedingungen verhinderten jedoch eine Umsetzung der Idee zum damaligen Stadtjubiläum.

 

Die Umsetzung der jetzt aufgegriffenen Idee auf einer mit dem ASG abgestimmten Fläche ist nach Auffassung der Verwaltung geeignet, an das Stadtjubiläum „777-Jahre-Wesel“ im Jahr 2018 zu erinnern.

 

Der Charme dieser Bürgeridee ist, dass im Rahmen von bauleitplanerisch begründeten Eingriffen in den Naturhaushalt regelmäßig auch Waldflächen als Ausgleichsmaßnahmen erforderlich werden, sodass die vorgeschlagene Maßnahme in das städtische Ökokonto aufgenommen und bei Bedarf genutzt werden kann. Durch Nebenbestimmungen zur Neuanlage von Wald ist geregelt, wie eine Bepflanzung der Fläche zu erfolgen hat, damit die Maßnahme als vorgezogene Kompensationsmaßnahme anerkannt werden kann.

 

Die als Anlage beigefügte Entwurfsidee verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele. Der „777-Jahre-Wesel-Wald“ soll an das besondere Stadtjubiläum erinnern. Gleichzeitig soll eine stadträumliche Bereicherung geschaffen werden. So soll mit dem Jubiläumswald ein für alle Bürger erlebbarer, naturnaher Erholungsraum am Siedlungsrand entwickelt und erweitert werden, sodass die Erinnerung an dieses besondere Jubiläum mit angenehmen Raumerlebnissen verknüpft werden kann.

Hierbei schafft die Anbindung an die bestehende Wald- und Friedhofsstruktur, die bereits über ein Wegenetz verfügt, insgesamt eine Aufwertung des Freiraums und böte darüber hinaus langfristig eine Option, dieses Gebiet bis unmittelbar an den nördlich gelegenen Siedlungsbereich zu führen. Eine vom Straßenverkehr unbeeinflusste, angenehme Wegeführung könnte so langfristig geschaffen werden.

 

Geprägt ist der Entwurf durch eine mit Waldwegen gegliederte, bandartige Waldstruktur entlang der Feldstraße zwischen der nördlichen Erschließung des alten Friedhofes und der südlich gelegenen Waldfläche, in der ein Hauptzugang zum Friedhofsgelände liegt. Die Erstaufforstung erfolgt durch die Anpflanzung von Forstware. Entlang der Grenze zur Feldstraße, die eine wichtige Rad-Fußwegeverbindung darstellt, ist ein Krautsaum als Gras-/ Blumenfläche und im Anschluss ein mit Sträuchern bepflanzter Waldsaum zur eigentlichen Waldfläche vorgesehen. Die Grünstaffelung soll dazu dienen, einen offenen Verkehrsraum beizubehalten, um das Sicherheitsgefühl für Verkehrsteilnehmer entlang dieser wichtigen Verkehrsverbindung beizubehalten.

 

Entlang der Grenze der ASG-Betriebsfläche endet die Waldpflanzung in westlicher Ausrichtung. Die Waldgrenze wird hier durch unterschiedliche Grünzonen gegliedert. Dieses ergibt sich aus dem Grünbestand der ASG-Fläche und der Übergangszone zum bestehenden Wald. Ein naturnaher Waldweg führt entlang dieser Grünzonen. Mittig ist eine offene Fläche als Waldlichtung geplant, auf der ein von der Feldstraße abgehender weiterer Waldweg mündet. Diese Freifläche ist als zukünftige Lichtung konzipiert und stellt somit einen besonderen Ort im Wald dar, der als Standort für einen großen Baum als Jubiläumsbaum (Buche, Umfang 20/25 cm) für die Stadtgründung Wesels (Innenstadt) vorgesehen ist. Hier werden Sitzbänke angeordnet, die zum Verweilen einladen. Die weiteren 16 Wohnplätze Wesels (Feldmark, Blumenkamp, Fusternberg, Schepersfeld, Lippedorf, Flüren, Lackhausen, Obrighoven, Wittenberg, Bislich Land, Bergerfurth, Bislich Ortskern, Diersfordt, Werrich/Perrich, Ginderich, Büderich) werden durch größere Einzelbäume (Stieleichen, Umfang 14/16 cm) symbolisiert.

 

Die geplante Waldfläche liegt im Ortsteil Obrighoven nördlich des Friedhofs zwischen Feldstraße und dem ASG-Lagerplatz (Gemarkung Obrighoven, Flur 1, Flurstück 1855). Im Flächennutzungsplan (FNP) ist diese Fläche als Friedhofserweiterungsfläche dargestellt. Die im städtischen Eigentum befindliche Fläche ist zurzeit noch verpachtet, kann aber spätestens im Herbst 2018 als Wald entwickelt werden. Die Waldwege dienen auch zur Bewirtschaftung der Aufforstungsfläche.

 

Eine für diese geplante Aktion benötigte Erstaufforstungsgenehmigung ist von der zuständigen Forstbehörde bereits im Januar 2017 erteilt worden.

 



Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Schaffung des 777-Jahre-Wesel-Waldes entstehen voraussichtlich folgende Kosten:

 

Herstellung der Waldwege

944 m² x 9 €/m²

8.496,00 €

Anlage der Grünflächen

16.542 m² x 2,-€/m²

33.084,00 €

Wildverbiss-Zaun

693 lfdm x 12,50 €

8.662,50 €

16 Stieleichen (14/16)

je 750,00 €

12.000,00 €

1 Buche (20/25)

je 1.000,00

1.000,00 €

Gesamtkosten

 

 ca. 63.242,50 €

 

 

Produkt, Bezeichnung

13.01.01 Natur- und Landschaftspflege

Investition

Beiträge/Zuschüsse

Aufwand Jahr 2018

65.000,00 €

Ertrag lfd. Jahr

Aufwand in den ersten fünf Jahren

Ertrag in den ersten fünf Jahren

davon Personalaufwand

über 5 Jahre

Saldo Aufwand/Ertrag

über 5 Jahre

 

 

Der Gesamtaufwand in Höhe von 65.000,00 € soll über die Veränderungsliste zu den Haushaltsberatungen 2018 angemeldet werden.

 

Die Kosten können im Wesentlichen aus Ausgleichsmaßnahmen zu Bauleitplanverfahren angerechnet werden und verursachen in diesem Umfang daher faktisch keine zusätzlichen Kosten.

 


Anlagen:

 

Anlage: Entwurf „777-Jahre-Wesel-Wald“