BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:FB 6/0357/19  
Art:Vorlage zur Kenntnis  
Datum:25.10.2019  
Betreff:Schaffung eines stationären Hospizangebotes in der Stadt Wesel
- Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 25.09.2019 -
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Antrag Grüne Hospiz Dateigrösse: 431 KB Antrag Grüne Hospiz 431 KB

Sachdarstellung/Begründung zur Kenntnis:

 

Zunächst wird auf den Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 25.09.2019 verwiesen.

 

In der Stadt Wesel sind per 30.6.2019 insgesamt 22,7% der Bürgerinnen und Bürger 65 Jahre oder älter. Die steigende Lebenserwartung trägt dazu bei, dass sich diese Zahlen in den nächsten Jahren erhöhen werden.

 

Angesichts dieser Tatsache fördert die Kati-Faßbender-Stiftung seit 2012 mit jährlich 90.000 EUR ein gemeinsames Projekt mit den beiden Krankenhausträgern in Wesel, durch das die Versorgung todkranker Patienten in den Einrichtungen der Altenpflege sichergestellt wird.

 

Die Kati-Faßbender-Stiftung leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Erweiterung und Innovation des in Wesel vorhandenen Spektrums palliativ-hospizlicher Versorgung, das sich durch eine trägerübergreifende und verbindende Qualität auszeichnet.

 

Mit der Hospiz-Initiative Wesel e. V. als ein ambulanter Hospizdienst mit fast 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Palliativstation Wesel und der spezialisierten ambulanten palliativen Versorgung durch den Dienst e.Vita sowie der palliativ-geriatrischen Versorgung durch das Projekt ist in Wesel in 25 Jahren ein starkes Netz zur hospizlichen Begleitung entstanden.

 

Erstes Ziel ist es, dass todkranke Menschen zuhause sterben dürfen, zumal dies dem Bedürfnis von mehr als 80% der Bevölkerung entspricht. 

 

In diesen Jahren hat sich allerdings immer wieder gezeigt, dass es Sterbesituationen gibt, die ambulant zuhause nicht tragbar sind. Sterben ist in den letzten Lebenswochen oft mit belastenden Symptomen verbunden, die trotz guter Kontrolle pflegerisches Können und dauerhafte Präsenz der Angehörigen erfordern. Dies überlastet pflegende Familienmitglieder oft und führt zu Überforderungen, Streit und absoluter Erschöpfung.

 

Da es im gesamten Bereich zwischen Emmerich und Oberhausen kein stationäres Hospizangebot gibt, besteht für betroffene Bürgerinnen und Bürger aus Wesel nur die Möglichkeit, einen Platz in den Einrichtungen in Rheinberg, Kevelaer oder Oberhausen nachzufragen. Wegen des begrenzten Angebotes an Hospizplätzen ist das zunehmend nicht möglich.

 

Aus diesem Grund soll auf dem Grundstück des Evangelischen Krankenhauses ein stationäres Hospiz entstehen, deren Bau die Kati-Faßbender-Stiftung finanziell unterstützen wird.

 

Heinrich Schnieders, der Kuratoriumsvorsitzende dieser gemeinnützigen Stiftung, wird die Planung in der Sitzung vorstellen und zum weiteren Fortgang berichten.