BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:ASG/0141/20  
Art:Beschlussvorlage Betriebsausschuss ASG  
Datum:13.05.2020  
Betreff:Bäume in der Stadt
Ersatzpflanzung Lippe-Stadion/ Ersatzpflanzung Landzunge/ Pflanzungen Wilhelm-Schneider-Straße/ Umpflanzung Schwanenhofstraße
Antrag SPD-Fraktion vom 05.05.2020
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Anlage Antrag SPD-Fraktion vom 05.05.2020 Dateigrösse: 395 KB Anlage Antrag SPD-Fraktion vom 05.05.2020 395 KB

 

 


Sachdarstellung/Begründung:

 

In der Betriebsausschusssitzung am 14.06.2018 und 22.11.2018 wurde darüber beraten, dass der überalterte städtische Hybridpappelbestand in seiner Verkehrssicherheit Mängel aufweist und innerhalb eines 5-Jahresplanes erneuert und ersetzt wird. Als Ersatz sollen standortgerechte und aus Sicht der Verkehrssicherheit geeignete Baumarten für die Nachpflanzung vorgesehen werden. Neben den Nachpflanzungen sollte auch an geeigneten und sinnvollen Standorten die natürliche Sukzession (Naturverjüngung) möglich gemacht werden.

 

 

Baumpflanzung Lippestadion

Im Bereich des Lippestadions wurden innerhalb der dargestellten Konzeptionierung in den Fällperioden 2018/2019 insgesamt 45 Pappeln und in 2019/2020 insgesamt 83 Pappeln entnommen. Damit ist im Bereich des Lippesportplatzes die Pappelmaßnahme abgeschlossen.

 

Die Betriebsleitung plant nunmehr für 2020 eine vollumfängliche Neubepflanzung. Die neuen Pflanzen sollen sich in den verbliebenen Vegetationsbereich integrieren und entstandene oder bereits vorhandene Lücken schließen.

 

 

 

Als Pflanzenauswahl wurden hauptsächlich heimische Baumarten gewählt. Insgesamt werden 135 Bäume gepflanzt (25 Ahorn, 10 Eschen, 15 Erlen, 10 Winterlinden, 60 Hainbuchen-Heister, 15 Amberbäume). Es wurde darauf geachtet, dass die neu zu pflanzenden Bäume stadtklimafest sind und auch mit Trockenperioden gut zurechtkommen. Aufgrund der nicht idealen Standortbedingungen, infolge des mit Steinschutt durchsetzten Bodens, wird ein Baumsubstrat eingebaut, damit den neuen Bäumen optimale Anwuchsmöglichkeiten gegeben werden. Außerdem sind für den Standort entsprechend größere Pflanzen vorgesehen.

 

Die Kosten für die Bepflanzung werden auf insgesamt 70.000 Euro kalkuliert.

 

Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass sich mit 135 Neupflanzungen im Gegensatz zu 128 Fällungen der Gesamtbaumbestand der Anlage erhöhen wird.

 

 

Baumpflanzung Landzunge

 

Auf der Landzunge wurden insgesamt 52 Pappeln entnommen. Für die Fällperiode 2020/2021 sind nochmals final 35 Pappeln zu entnehmen. Hiernach ist auch auf der Landzunge die Pappelmaßnahme abgeschlossen.

 

Im Zuge der vorherigen Fällmaßnahmen wurden bereits 33 Ersatzpflanzungen vorgenommen. In 2018 wurden 25 Schwarzpappeln und in 2019 wurden 4 Eschen und 4 Eichen gepflanzt. Weitere Pflanzungen wurde nicht realisiert, da durch die sukzessiven Fällmaßnahmen Arbeitsbereiche vorgehalten werden mussten und damit die Gefahr zu groß gewesen wäre, die Neuanpflanzungen zu beschädigen.

 

Somit wird die Landzunge nach Abschluss der gesamten Fällmaßnahme im Herbst/Winter 2020/2021 neu bepflanzt.

 

Das Bepflanzungskonzept sieht auch hier heimische und robuste Baumarten vor, welche mit den Standortbedingungen gut zurechtkommen. Im Besonderen ist die Toleranz gegenüber jahreszeitlichen Überschwemmungen zu nennen. Insgesamt werden 100 Bäume gepflanzt (20 Eschen, 20 Flatterulmen, 20 Silberweiden, 20 Erlen und 20 Schwarzpappeln). Zur Vorbereitung der Pflanzflächen werden die Baumstümpfe der Pappeln ausgefräst, um hierdurch das Maximum an freier Fläche für neue Pflanzen zu ermöglichen und ein hinderliches Ausschlagen der alten Pappelstümpfe in den Folgejahren zu vermeiden.

 

Die Kosten für die Bepflanzungsmaßnahme werden auf insgesamt 67.000 Euro kalkuliert.

 

Auch hier erhöht sich mit 100 Neupflanzungen und den bereits in den Vorjahren gepflanzten 33 Bäumen der Gesamtbaumbestand im Vergleich zu 87 entnommenen Bäumen.

 

In diesem Zusammenhang ist auch noch erwähnenswert, dass am Ende der Landzunge (im Bereich der Darstellung Nr. 8) drei ca. 50-jährige Schwarzpappeln stehen bleiben, da diese sich aufgrund der besseren Standortbedingungen (weiterer Pflanzabstand und dadurch kein konkurrierender Längenwuchs) optimal entwickelt haben, gesund und derzeit verkehrssicherungstechnisch unbedenklich sind. 

 

 

Neupflanzung Wilhelm-Schneider-Straße

 

Im Januar 2020 wurden auf der Gehölzfläche hinter dem Spielplatz der Wilhelm-Schneider-Straße insgesamt 20 Bäume entnommen, welche aufgrund der Trockenheit abgestorben und daher nicht mehr verkehrssicher waren. Da durch die Maßnahme ein Großteil des Bereiches frei geworden ist, wird der ASG die Fläche umfänglich neugestalten. Der Randbereich wird mit 10 Japanischen Kirschbäumen sowie einer Strauchbepflanzung, bestehend aus 10 Felsenbirnen, 10 Kornelkirschen und 10 Spindelsträuchern bepflanzt. Weiterhin werden 6 Ahorn, 3 Japanische Zelkoven, 3 Sommerlinden und 10 Eschen auf der Fläche gepflanzt. Das Pflanzenkonzept ist insektenfreundlich und wird zusätzlich durch eine Wildblumenwiese abgerundet. Die Installation eines Insektenhotels ist ebenfalls vorgesehen. Um die Fläche für die Bürger/innen erlebbarer zu gestalten, werden zwei Wege in wassergebundener Bauweise angelegt und zwei Sitzbänke aufgestellt. Einer der neu angelegten Wege endet an dem sich anschließenden Spielplatz und stellt somit eine direkte Anbindung dar. Eine weitere Aufwertung erlangt das Umfeld durch die Anpflanzung von 10 weiteren Bäumen im Randbereich des gegenüberliegenden Regenrückhaltebeckens. Hier werden Hochstämme der Felsenbirne, welche auch bereits in einer vorherigen Maßnahme im Randbereich des Beckens entlang der Straße gesetzt wurden, gepflanzt.

 

 

Die Kosten der gesamten Bau- und Pflanzmaßnahme werden auf insgesamt 33.000 Euro kalkuliert.

 

Die Maßnahmen werden überwiegend aus Restmitteln des Wirtschaftsjahres 2019 finanziert. Als Folgekosten der umfangreichen Baumpflanzungen im Lippestadion, auf der Landzunge sowie der Wilhelm-Schneider-Straße entstehen erhöhte Aufwendungen im ersten und zweiten Standjahr für eine Fertigstellungspflege, welche für einen optimalen Anwuchserfolg notwendig ist. In der Hauptsache sind dieses witterungsabhängige Bewässerungsdurchgänge. Weitere Arbeiten sind Düngeleistungen sowie das Entfernen von unerwünschtem Aufwuchs sowie die Kontrolle und das Nachrichten der Verankerungen und Baumbindungen. Weiterhin sind im Zuge der Jungbaumpflege trockene und beschädigte Pflanzenteile zu schneiden und zu entfernen. Hier können erfahrungsgemäß 20 – 45 Euro je Baum/ Jahr in Ansatz gebracht werden.

 

 

Umpflanzung Schwanenhofstraße in Ginderich

 

In der Betriebsausschusssitzung am 28.11.2019 wurde darüber berichtet, dass im Zuge einer umfangreichen Kanalbaumaßnahme durch die Stadtwerke Wesel in der Schwanenhofstraße in Ginderich es innerhalb der 2-jährigen Bauzeit erforderlich ist, im Bereich des Dorfplatzes, drei Linden zu fällen. Diese sollten später durch die Stadtwerke Wesel an gleichem Standort ersetzt werden.

 

Im Zuge ihrer weiteren Bauplanung teilten die Stadtwerke Wesel dem ASG mit, dass für die Kanalbaumaßnahme drei weitere Linden im Bereich des Dorfplatzes zu entfernen sind, da diese sich im unmittelbaren Leitungstrassenbereich befinden.

 

Die Genehmigung dazu hat der ASG nicht erteilen können und sich stattdessen mit den Stadtwerken darauf verständigt, dass alle sechs Linden an einen anderen Standort in Ginderich verpflanzt werden. Der neue Standort liegt im Bereich des nahegelegenen Sportplatzes.

 

Weiterhin werden auf Kosten der Stadtwerke Wesel gleichwertige Ersatzpflanzungen vorgenommen. Inwieweit diese aufgrund der nahegelegenen Leitungstrasse am gleichen Standort ausgeführt werden können oder auf eine Alternativfläche ausgewichen werden kann, wird noch abgestimmt.

 

Nach Erstellung der Vorlage ist der Antrag der SPD-Fraktion vom 05.05.2020 eingegangen, der als Anlage beigefügt ist.